Die ERSTE

19.04.2012
Die fünf Endspiele beginnen für die Löwinnen in Jena

FCR hat die ersten zwei Plätze nicht aus den Augen verloren – Luisa Wensing spielt

Kapitänin Annike Krahn will mit den Löwinnen noch einmal angreifen: "Das Potential dazu haben wir!" FCR-Foto: Christian Mittelbach

Duisburg (zi-). Mit neuer Zuversicht, aber auch dem nötigen Respekt vor dem Gegner fahren die Löwinnen am Samstag zum nächsten Auswärtsspiel nach Jena. Das unglückliche Pokal-Aus im Halbfinale bietet natürlich weiterhin Gesprächsstoff, doch nach dem überzeugenden und souveränen 4:0 gegen den Lokalrivalen aus Essen haben die Löwinnen wieder Mut geschöpft im großen Kampf um eines der verbliebenen Saisonziele: „Ich möchte sehr gerne wieder in der ChampionsLeague spielen,“ hat Topstürmerin Mandy Islacker schon bei ihrer Vertragsverlängerung im Februar als Minimal-Saisonziel formuliert – und Weltmeisterin Simone Laudehr, die in Frankfurt und gegen Schönebeck gerade ein beeindruckendes Debüt nach ihrer Knieoperation ablieferte, hat seit Saisonbeginn nur einen Wunsch: „Ich will endlich mal deutscher Meister werden!“

Diese Entschlossenheit hat Cheftrainer Marco Ketelaer in dieser Woche auch im Training festgestellt: „Die Mädels sind sehr konzentriert, die haben wirklich absolut noch etwas vor.“ Erste Aufgabe dabei ist natürlich ein Sieg am Sonntag, 11 Uhr, im Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena. ‚Kette‘ analysiert den Gegner so: „Jena hat den Klassenerhalt eigentlich geschafft und kann frei aufspielen. Der USV ist eher eine durchschnittliche Mannschaft, trotzdem aber ein sehr unangenehmes Team, das geschlossen auftritt und dem es oft gelingt, das Spiel des Gegners zu zerstören. Wir haben das selbst deutlich erlebt beim 1:0 im Pokalfinale vor zwei Jahren und beim letzten Spiel in Jena, das trotz unzähliger Torchancen für uns nur 2:2 endete.“

„Die Mädels haben noch etwas vor!“

Fazit des FCR-Übungsleiters: „Wir müssen von Anfang an unsere Stärken ausspielen, Tempo machen, Druck ausüben und die dann entstehenden Lücken auch zu Toren nutzen – und zwar möglichst früh, wie es uns gegen Essen endlich mal wieder gelungen ist.“ Dabei helfen kann auch wieder Luisa Wensing, die „zu hundert Prozent fit ist und deshalb auch wieder an Beginn an spielt“. Damit auch die Knieprobleme bei Kozue Ando gelöst werden, kümmert sich derzeit sogar ein japanischer Spezialist um die Weltmeisterin. Bis auf Groenen und Silva sind somit alle Löwinnen vor dem Saison-Endspurt wieder dabei, so dass Ketelaer bei der Startformation einige Variationsmöglichkeiten hat.

Die Löwinnen tun also alles, um bestens vorbereitet in das erste der fünf ‚Endspiele‘ zu gehen und vielleicht am Schluss tatsächlich einen der begehrten ersten zwei Plätze zu erreichen. Kapitänin Annike Krahn bringt die Situation vor den letzten 450 Minuten der Saison auf den Punkt: „Wir haben auf jeden Fall das Potential, dieses Ziel zu erreichen. Aber wir wissen auch, dass es schwer wird, weil alle vier Topteams sehr stark sind und wir jederzeit für Überraschungen gut sind – für positive wie für negative.“

Zumindest am Sonntag soll es einen solchen negativen Ausreißer auf keinen Fall geben, im Gegenteil: „Unser Anspruch ist es, dieses Spiel zu gewinnen“, gibt Ketelaer die klare Marschroute für den Trip nach Thüringen vor.



 
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