Die ERSTE

20.05.2012
Spielführerin Annike Krahn: "Vielen Dank an unsere tollen Fans!"

Löwinnen hätten letztes Heimspiel gerne gewonnen – Trost von Gästetrainer Schröder

Bedankt sich nach dem letzten Heimspiel der Saison im Namen der gesamten Mannschaft bei den vielen treuen Fans: Annike Krahn. FCR-Foto: Christian Mittelbach

Duisburg (zi-). Kein Happyend zum Saisonende – und die makellose Heimbilanz ohne Niederlage hat auch keinen Bestand mehr: Der FCR 2001 Duisburg verlor sein letztes Saison-Heimspiel mit 0:2 (0:0) gegen den Meister und Tabellenführer 1.FFC Turbine Potsdam. Vor der aktuellen Rekordkulisse von 2234 Zuschauern gewannen die Gäste letztlich verdient durch zwei Weitschüsse der ehemaligen Löwin Patricia Hanebeck, von denen der erste auch noch unglücklicherweise abgefälscht wurde. Damit hat der FCR keine Chance mehr, sich für die ChampionsLeague zu qualifizieren – was sogar Gästecoach Bernd Schröder ausdrücklich bedauerte: „Es tut mir sehr leid für den FCR, unsere beiden Vereine sind befreundet und kümmern sich seit Jahren intensiv um die Ausbildung der Jugendlichen. Der FCR hätte es verdient, wieder in Europa zu spielen."

Dieses wichtige Spiel erreichte nur streckenweise das erhoffte Niveau, vor allem fehlten bis weit in die zweite Hälfte hinein packende Torraumszenen. Erst in den letzten 20 Minuten spielten die Löwinnen energisch und spielstark nach vorne, da stand es aber bereits 0:2. Cheftrainer Marco Ketelaer hatte dafür aber eine einleuchtende Erklärung: „Es konnte der Eindruck entstehen, dass Potsdam in vielen Szenen entschlossener und bissiger aufgetreten ist. Dazu muss man aber wissen, dass unsere Mannschaft seit Wochen absolut am Limit spielt – kein Wunder bei diesem kleinen Kader.“

In der ersten Viertelstunde erleben die bestens gelaunten Fans ein Spiel, das beide Teams verhalten beginnen: Der FCR hat mehr Ballbesitz, bemüht sich erkennbar um einen konstruktiven Spielaufbau, Potsdam setzt auf gelegentliche Konter; so war es nur logisch, dass es bis zum ersten Torschuss 15 Minuten dauert: Gülhiye Cengiz schießt aber aus 18 Metern knapp vorbei. Die zweite FCR-Chance ist schon vielversprechender, aber Naeher hält den Laudehr-Schuss aus zwölf Metern, halbrechte Position, sicher. Dazwischen meldet sich auch der Meister zu Wort: Ein Kopfball nach Hanebeck-Freistoß fliegt knapp am Tor vorbei (20.). Zehn Minuten später halten die Löwinnen-Fans den Atem an; denn ein perfekter Nagasato-Schuss segelt nur ein paar Zentimeter über das Tor von Anke Preuß, die kurze Zeit später gleich zweimal klären muss, als die Löwinnen den Ball einfach nicht aus dem Strafraum bekommen, da hatten die Gastgeberinnen ein wenig Glück. Insgesamt aber leider 45 Minuten lang eine Begegnung, die sich fast ausschließlich zwischen den Torräumen abspielt, was man auch an der zunehmend ruhiger werdenden Fanschar erkennt.

Rekordbesuch

Zwei Minuten nach der Pause fällt dann endlich der erste Treffer, zum Leidwesen der FCR-Anhänger allerdings für die Gäste – und dann auch noch durch Patricia Hanebeck trifft mit einem satten Fernschuss, der auch noch abgefälscht wurde: 0:1! Diese überraschende Führung müssen die Löwinnen erst einmal verdauen, in den nächsten Viertelstunde bestimmt ganz klar der Gast das Spielgeschehen, erst in der 63. Minute meldet sich der FCR zurück – fast logisch erneut mit einem Weitschuss: Linda Bresonik verpasst nur knapp.

Immerhin der Auftakt zu einer engagierten Schlussphase der Löwinnen, die in der allerbesten Chance des Spiels gipfelt, doch Laudehr scheitert aus zehn Metern an einer glänzend parierenden Naeher (83.). Vier Minuten später ist Anke Preuß auf der anderen Seite machtlos, als Hanebeck erneut ihre überragende Schusstechnik mit einem Heber aus 22 Metern beweist: 0:2 und natürlich die endgültige Entscheidung.

Trainer Ketelaer gratulierte den Turbinen zum Sieg, der ein wichtiger Schritt in Richtung Titelverteidigung war, er bedankte sich aber auch ausdrücklich und intensiv bei seinem Team: „Ich bin stolz auf diese Mannschaft und auf das, was sie in dieser Saison geleistet hast. Die Qualität, um dauerhaft ganz oben mitzuspielen, hat allerdings gefehlt. Jetzt konzentrieren wir uns darauf, in Frankfurt eine ordentlichen Saisonabschluss hinzu bekommen.“

FCR: Preuß; Wensing, Krahn, Neboli, Himmighofen; Cengiz (60. Weichelt); Bresonik, Popp, Laudehr; Islacker (75. Hogewoning), Ando (67. Groenen).

Hochs und Tiefs

Nach dem Spiel schoss die Mannschaft Lederbälle des Sponsors Rheinpower (Unternehmen der Stadtwerke Duisburg) auf die Tribüne und verabschiedete sich sehr emotional von den mehr als 2200 Anhängern. Und Kapitänin Annike Krahn möchte das auch auf diesem Wege noch einmal ausdrücklich wiederholen: "Die gesamte Mannschaft bedankt sich bei unseren hervorragenden Fans ganz herzlich für die Treue und Unterstützung in der gesamten Saison, in der es neben vielen Hochs schließlich auch einige Tiefs gegeben hat. Wir wissen, dass so etwas nicht selbstverständlich ist, deshalb ein dickes Danke schön!"

 

Fotos vom Spiel

 

 

 

 



 
Logo Sparkasse Duisburg
Logo Duisport

Logo rheinpower
Logo König Pilsener