Die ERSTE

19.09.2012
Löwinnen drehen in Köln noch einen 1:3-Rückstand

4:3-Sieg – Kalkan und Islacker trafen doppelt – Martens wurde geschont

Duisburg/ Köln (zi-). Sieben Tore und zwei extrem unterschiedliche Hälften sahen die rund 40 (!) Fans am Dienstagabend im letzten Testspiel des FCR 2001 Duisburg vor dem Saisonstart am Sonntag. Am Ende gewann der Bundesligist mit 4:3 beim Zweitligisten – und das nach einem 1:3-Rückstand zur Pause. Die drei Gegentore waren denn auch das größte Ärgernis dieses Spieles, weil die FCR-Abwehr erklecklichen Anteil an den Treffern hatte: „Wir haben versucht zu spielen und Köln hat die Tore geschossen“, fasste Coach Marco Ketelaer trocken die ersten 45 Minuten zusammen, die ein fulminantes Ende hatten: die Tore zum 0:2, 0:3 und 1:3 fielen sämtlich in den letzten fünf Minuten.

Nach der Pause dann ein deutlich verbesserter FCR, der wirklich sehr schöne Kombinationen auf den Rasen zauberte – die sehenswertesten führten zu den vier Treffern: Das 1:3 (45.) und das 3:3 (68.) erzielte Mandy Islacker, jeweils nach präziser Vorarbeit von Jennifer Oster, für die zwei anderen Tore zeichnete Gurbet Kalkan verantwortlich; in der 65. Minute erwischt sie mit dem Kopf gerade noch eine perfekt getimte Ando-Flanke und zehn Minuten später trifft sie erneut mit dem Kopf, Banecki hatte sich energisch auf dem linken Flügel durchgesetzt, die Nachwuchsstürmerin nahm die Flanke geschickt an, hob das Spielgerät über die Kölner Torfrau hinweg und köpfte dann ins leere Tor, ein Klassetreffer! Zwei weitere spektakuläre Szenen rundeten diese unterhaltsame zweite Halbzeit ab: Banecki wird nach klarem Foul ein Elfmeter verweigert und kurz vor Schluss schaffen es die Gastgeberinnen nicht, bei gleich vier Versuchen in Serie den Ausgleich zu erzielen, Pfosten, die vielbeinige Abwehr und einmal Kämper mit toller Parade verhindern Zählbares.

Insgesamt bleiben die bekannten Erkenntnisse: Einerseits gute, attraktive Angriffe, andererseits Unsicherheiten in der Abwehr, in der Ketelaer noch nach der Startformation für Sonntag sucht. Im Offensivbereich beeindruckten neben dem gewohnt starken Duo Oster/Islacker Nicole Banecki und Kozue Ando mit deutlich verbesserten Auftritten. Lieke Martens wurde wegen ihrer auf Borkum erlittenen Verletzung noch einmal geschont.

Ketelaer beschränkte sich bei seiner Analyse nach dem Spiel auf zwei Kernaussagen: „Es hat mir sehr gut gefallen, dass die Mannschaft sich nicht hängen gelassen hat und das Spiel noch drehen konnte, die Einwechselspielerinnen haben durchaus Ausrufezeichen gesetzt. Ganz klar aber ist auch: bis zum Potsdam-Spiel gibt es noch viel Luft nach oben.“

FCR: Kämper; Weichelt (60. Schenk), Himmighofen, Hellfeier (45. Müller), Reed; Cengiz; Oster, Groenen (60. Kalkan), Banecki; Ando, Islacker.



 
Logo Sparkasse Duisburg
Logo Duisport

Logo rheinpower
Logo König Pilsener